dt. Musikwissenschaftler und Theaterintendant (DDR); Intendant der Staatsoper Dresden (1984.1990)
* 27. April 1936 Köttewitz
† 12. Oktober 2000 Dresden
Herkunft
Gerd Schönfelder wurde 1936 in Köttewitz bei Pirna/Sachsen geboren.
Ausbildung
Sch. besuchte die Grundschule in Dohna und die Oberschule in Pirna. Ab 1954 studierte er am Konservatorium Dresden, an der Musikhochschule Berlin sowie der Humboldt-Universität und der Peking Universität.
Wirken
1968 wurde Sch. Sektionsleiter für Kulturwissenschaften an der Karl-Marx-Universität in Leipzig. 1972 wechselte er als Prorektor an die Hochschule für Musik in Dresden. Von Okt. 1980 bis Nov. 1984 war er als Nachfolger von Siegfried Köhler Rektor der Hochschule für Musik in Dresden.
Nach dem frühen Tode Köhlers (Juli 84), der im Febr. 1984 als Nachfolger von Horst Seeger die Intendanz der Dresdner Staatsoper übernommen hatte, wurde Sch. neuer Intendant der Staatsoper Dresden (Dez. 1984 Amtsantritt). In seine Amtszeit fiel im Febr. 1985 die Wiedereröffnung der mit bemerkenswert großem Aufwand wiederaufgebauten und restaurierten Semper-Oper (vgl. SPIEGEL 7/85).
Eine außerordentlich positive Bilanz für das erste Jahr nach der Wiedereröffnung zog Sch. Anfang 1986. Mehr als 300.000 Besucher hatten für ausverkaufte Veranstaltungen gesorgt. Der Uraufführung und Pflege zeitgenössischer Opern will sich der Intendant verstärkt widmen.
1990 trat Sch. nach wochenlangen Streitigkeiten mit seinen Mitarbeitern ...